Blick auf Gundersheim, © Stephan Ennemoser© Stephan Ennemoser
Wehrmauerin Gundersheim © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Wehrmauer

Teile der ehemaligen Dorfbefestigungsmauer, hier mit einem Halbschalenturm, durchziehen den Ortskern, der im 30jährigen Krieg erhebliche Bedeutung zukam. Der Glockenturm der katholischen Pfarrkirche ist Teil der Anlage und ursprünglich als Wehrturm angelegt. Sichtbare Reste der Gundersheimer Wehrmauer sind in den Straßen ‚Am Dorfgraben‘, in der ‚Oberen –‘ und der ‚Unteren Grabenstraße‘ zu sehen.

Kelter © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Kelter

Mit dieser, mit Wasserdruck betriebenen Doppelkorbkelter symbolisiert Gundersheim seine weit über zwölf Jahrhunderte reichende Weinbaugeschichte, die mit der Schenkung eines Weinbergs 769 n. Chr. erstmals dokumentiert wurde. Knapp 270 Hektar der etwa 800 Hektar großen Gemarkung Gundersheims sind auch heute noch mit Weinreben bestockt. Einen besonderen Ruf erwarb sich Gundersheim mit seinem Rotwein.

Weed © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Weed

Der Begriff bezeichnet den Dorfteich, zentral im Ort gelegen, der als Viehtränke, Feuerlöschteich, im Sommer als Pferdeschwemme und natürlich von Enten und Gänsen genutzt wurde. Um das Jahr 1868 wurde die Weed zugewölbt, nachdem 1870/71er Krieg hier zwei Friedenslinden gepflanzt wurden. In diesem Bereich befand sich in der Frühzeit auch der Dorfplatz mit der Dorfeffe (Ulme) oder Gerichtslinde, ein Fest-, Sitzungs- und Gerichtsort.

Ruhestein © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Ruhestein

Ruhesteine oder Ruhen, andernorts auch ‚Napoleonsbänke‘ genannt, fanden sich in der Gemarkung, meist auf Wegen, die zu Marktflecken führten. Sie boten die Möglichkeit, auf dem Kopf getragene Körbe mit der Ware auf dem oberen Stein abzustellen und sich selbst auf der unteren Bank zur Rast hinzusetzen. Die hoch abgestellten Körbe konnten dann bei Aufbruch ohne fremde Hilfe wieder aufgenommen werden. Der Ausdruck ‚Napoleonsbänke‘ entstand, als der französische Kaiser viele dieser Ruhen…

Am Steinernen Kreuz © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Poststraße / Am Steinernen Kreuz

Die Gundersheimer Poststraße umfasst einen kurzen Teil der Thurn und Taxis‘chen Poststrecke des frühen 16. Jahrhunderts zwischen Heppenheim an der Wiese und Flonheim. Die Strecke führte an dem damals ostwärts gelegenen Gundersheim vorbei. ‚Am Steinernen Kreuz‘ bezeichnet den umliegenden Gemarkungsteil. Die Ortsgemeinde errichtete daher hier 2002 ein Flurkreuz auf einem Sockel aus Gundersheimer Kalksteinen.

Pfarrheim St. Remigius © Touristiverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Katholisches Pfarrhaus

Das zweigeschossige, komplett mittels Tonnengewölbe unterkellerte Pfarrhaus wurde 1731 (Barock) auf den Fundamenten des Vorgängerbaus errichtet, nachdem es bei der pfälzischen Kirchenteilung 1706 wieder den Katholiken zugesprochen wurde. 1860 kam eine Scheune mit Kuhstall dazu, die ab 1951 sukzessive in Eigenleistung zunächst zu einem Jugendheim, ab 1981 dann zu einem Pfarrheim umgebaut wurde. Ein ca. 800m² großer Pfarrgarten, eingefasst von einer bis zu 6 Meter hohen Bruchsteinmauer und der etwa 1500 m²…

Evangelische Kirche Gunderheim © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Evangelische Kirche Gundersheim

Diese Kirche wurde um 1726 gebaut. Die Grundsteinlegung für den Kirchturm erfolgte im Jahre 1891, als Baumaterial wurden Gundersheimer Kalkbruchsteine verwendet. Das Kirchenschiff musste aufgrund von Problemen im Untergrund wiederholt grundlegend renoviert werden. In der Kirche befinden sich eine Stumm-Orgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und ein Altarkreuz des Gundersheimer Restaurators und Schnitzers Ludwig Keiper.

Kalköfen © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Kalköfen

Diese Anlage wurde zum Brennen der Kalksteine genutzt, einem jahrtausendealten Verfahren, um aus dem Kalkfelsgestein Branntkalk zu gewinnen. Branntkalk wurde mit Wasser z. B. zu Kalkfarbe oder Kalkmörtel weiterverarbeitet. Die Öfen wurden 1872 gebaut und bestehen aus drei trichterförmigen Brennkammern, umgeben von einem künstlichen Hügel. Die Anlage wird von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz als Technisches Denkmal geführt.