Entdecken Sie diese
Sehenswürdigkeiten in Gundersheim
Die kleine Weingemeinde hat viel zu bieten!


Entdecken Sie diese
Die kleine Weingemeinde hat viel zu bieten!

Die den von Osten und Norden ansteigenden Schulberg umgebenden Grundstücke sind von teils sehr langen, nicht immer an die Grundstücksgrenzen gebundenen, tonnengewölbten Kellern und Gängen durchzogen. Neben der kühlen und sicheren Lagerung von Lebensmitteln kam diesen Gängen sicherlich auch eine Schutz- und Versteckfunktion zu. Öffentliche Zugänge befinden sich noch im kleinen Schulhof, im katholischen Pfarrhof und im Eingangsbereich der katholischen Kirche. Weitere Zugänge gibt es in den privaten…

Ruhesteine oder Ruhen, andernorts auch ‚Napoleonsbänke‘ genannt, fanden sich in der Gemarkung, meist auf Wegen, die zu Marktflecken führten. Sie boten die Möglichkeit, auf dem Kopf getragene Körbe mit der Ware auf dem oberen Stein abzustellen und sich selbst auf der unteren Bank zur Rast hinzusetzen. Die hoch abgestellten Körbe konnten dann bei Aufbruch ohne fremde Hilfe wieder aufgenommen werden. Der Ausdruck ‚Napoleonsbänke‘ entstand, als der französische Kaiser viele dieser Ruhen…

Das heutige Schulgebäude der Grundschule Gundersheim wurde 1843 errichtet und umfasste einen Gemeindesaal und die evangelische Schule mit zwei Schulsälen, außerdem eine Lehrerwohnung. 1922 wurde diese zu einem weiteren Schulsaal umgebaut. Noch heute werden in diesem Gebäude drei und im katholischen Schulhaus die vierte Klasse der Grundschule Gundersheim unterrichtet.

Die Gemeindewaagen dienten früher insbesondere in der Landwirtschaft zum Wiegen von Landesprodukten oder Vieh. Eine zweite Waage in der Nähe des Bahnhofs kam auch zum Einsatz bei Gütern, die per Bahn angeliefert wurden (z. B. Kohlen oder Düngemittel). Angezeigt wurden Gewichte von 500 Kilo bis zu 15 Tonnen. Die Waage war bis Ende des 20. Jahrhunderts in Betrieb.

In der Ortslage finden sich sieben Dorfbrunnen, die durch ein Rohrleitungssystem von einer einzigen Quelle gespeist werden. Sie waren jahrhundertelang so bedeutend für die Wasserversorgung, dass die Gemeinde einen Brunnenwärter zur Pflege verpflichtete. Heute sind sie in ihrer Vielzahl ein Alleinstellungsmerkmal von Gundersheim und stellen eine Bereicherung des Dorfbilds dar. Sie spenden das ganze Jahr frisches Quellwasser und bereichern das Dorfbild.

Die Bronzeskulptur stellt in idealisierter Form einen Arbeiter der Gundersheimer Kalksteinbrüche dar, die bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts betrieben wurden. Typisch sind Brecheisen, der mit einem Strick gegürtete Kittel, das genagelte Schuhwerk und die ‚Batschkapp‘. Die Skulptur wurde durch Preisgelder, die Gundersheim im Rahmen der Aktion ‚Unser Dorf soll schöner werden‘ gewonnen hat, sowie mit Spenden Gundersheimer Bürger vom Alzeyer Bildhauer Volker Schäfer realisiert.

Die Statue an der Weed ist einer konkreten Person nachempfunden, dem Gemeinde- und Polizeidiener, ‘Ausscheller‘ öffentlicher Bekanntmachungen und Gundersheimer Original der 50er und 60er Jahre, Peter Stelzer. Die Idee zu der Skulptur des Mainzer Bildhauers Reinhold Petermann kam vom Gundersheimer Heimatverein, der mit Vereinsmitteln und Spenden aus der Bevölkerung das Standbild realisieren ließ.

Die Kirche ist das älteste Bauwerk des Ortes. Ursprünglich stand hier eine hölzerne Basilika, die bereits im 9. Jahrhundert Erwähnung fand, gefolgt von einem Steinbau aus dem 13. Jahrhundert. Der heute sichtbare Chor mit Sakristei stammt aus dem Jahre 1492 und der Turm wurde um 1520 als Wehrturm errichtet. Das Langhaus wurde im Jahre 1911 in Anlehnung an gotische Stilformen dreischiffig ausgebaut. Zu der befestigten Kirche mit gotischem Chor und Turm, die 1910 ein neugotisches Langhaus erhielt, führten einst…