Blick auf Gundersheim, © Stephan Ennemoser© Stephan Ennemoser
Wehrmauerin Gundersheim © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Wehrmauer

Teile der ehemaligen Dorfbefestigungsmauer, hier mit einem Halbschalenturm, durchziehen den Ortskern, der im 30jährigen Krieg erhebliche Bedeutung zukam. Der Glockenturm der katholischen Pfarrkirche ist Teil der Anlage und ursprünglich als Wehrturm angelegt. Sichtbare Reste der Gundersheimer Wehrmauer sind in den Straßen ‚Am Dorfgraben‘, in der ‚Oberen –‘ und der ‚Unteren Grabenstraße‘ zu sehen.

Evangelische Kirche Gunderheim © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Evangelische Kirche Gundersheim

Diese Kirche wurde um 1726 gebaut. Die Grundsteinlegung für den Kirchturm erfolgte im Jahre 1891, als Baumaterial wurden Gundersheimer Kalkbruchsteine verwendet. Das Kirchenschiff musste aufgrund von Problemen im Untergrund wiederholt grundlegend renoviert werden. In der Kirche befinden sich eine Stumm-Orgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und ein Altarkreuz des Gundersheimer Restaurators und Schnitzers Ludwig Keiper.

Weed © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Weed

Der Begriff bezeichnet den Dorfteich, zentral im Ort gelegen, der als Viehtränke, Feuerlöschteich, im Sommer als Pferdeschwemme und natürlich von Enten und Gänsen genutzt wurde. Um das Jahr 1868 wurde die Weed zugewölbt, nachdem 1870/71er Krieg hier zwei Friedenslinden gepflanzt wurden. In diesem Bereich befand sich in der Frühzeit auch der Dorfplatz mit der Dorfeffe (Ulme) oder Gerichtslinde, ein Fest-, Sitzungs- und Gerichtsort.

Steinbrecher in Gundersheim © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Steinbrecher

Die Bronzeskulptur stellt in idealisierter Form einen Arbeiter der Gundersheimer Kalksteinbrüche dar, die bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts betrieben wurden. Typisch sind Brecheisen, der mit einem Strick gegürtete Kittel, das genagelte Schuhwerk und die ‚Batschkapp‘. Die Skulptur wurde durch Preisgelder, die Gundersheim im Rahmen der Aktion ‚Unser Dorf soll schöner werden‘ gewonnen hat, sowie mit Spenden Gundersheimer Bürger vom Alzeyer Bildhauer Volker Schäfer realisiert.

Gewölbegänge © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Gewölbegänge - Gundersheimer Unterwelt

Die den von Osten und Norden ansteigenden Schulberg umgebenden Grundstücke sind von teils sehr langen, nicht immer an die Grundstücksgrenzen gebundenen, tonnengewölbten Kellern und Gängen durchzogen. Neben der kühlen und sicheren Lagerung von Lebensmitteln kam diesen Gängen sicherlich auch eine Schutz- und Versteckfunktion zu. Öffentliche Zugänge befinden sich noch im kleinen Schulhof, im katholischen Pfarrhof und im Eingangsbereich der katholischen Kirche. Weitere Zugänge gibt es in den privaten…

Ruhestein © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Ruhestein

Ruhesteine oder Ruhen, andernorts auch ‚Napoleonsbänke‘ genannt, fanden sich in der Gemarkung, meist auf Wegen, die zu Marktflecken führten. Sie boten die Möglichkeit, auf dem Kopf getragene Körbe mit der Ware auf dem oberen Stein abzustellen und sich selbst auf der unteren Bank zur Rast hinzusetzen. Die hoch abgestellten Körbe konnten dann bei Aufbruch ohne fremde Hilfe wieder aufgenommen werden. Der Ausdruck ‚Napoleonsbänke‘ entstand, als der französische Kaiser viele dieser Ruhen…

Ausscheller in Gundersheim © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Ausscheller

Die Statue an der Weed ist einer konkreten Person nachempfunden, dem Gemeinde- und Polizeidiener, ‘Ausscheller‘ öffentlicher Bekanntmachungen und Gundersheimer Original der 50er und 60er Jahre, Peter Stelzer. Die Idee zu der Skulptur des Mainzer Bildhauers Reinhold Petermann kam vom Gundersheimer Heimatverein, der mit Vereinsmitteln und Spenden aus der Bevölkerung das Standbild realisieren ließ.

Am Steinernen Kreuz © Touristikverein Wonnegau e.V.

Gundersheim

Poststraße / Am Steinernen Kreuz

Die Gundersheimer Poststraße umfasst einen kurzen Teil der Thurn und Taxis‘chen Poststrecke des frühen 16. Jahrhunderts zwischen Heppenheim an der Wiese und Flonheim. Die Strecke führte an dem damals ostwärts gelegenen Gundersheim vorbei. ‚Am Steinernen Kreuz‘ bezeichnet den umliegenden Gemarkungsteil. Die Ortsgemeinde errichtete daher hier 2002 ein Flurkreuz auf einem Sockel aus Gundersheimer Kalksteinen.