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Sehenswürdigkeiten in Gundersheim
Die kleine Weingemeinde hat viel zu bieten!


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Die kleine Weingemeinde hat viel zu bieten!

Die Bronzeskulptur stellt in idealisierter Form einen Arbeiter der Gundersheimer Kalksteinbrüche dar, die bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts betrieben wurden. Typisch sind Brecheisen, der mit einem Strick gegürtete Kittel, das genagelte Schuhwerk und die ‚Batschkapp‘. Die Skulptur wurde durch Preisgelder, die Gundersheim im Rahmen der Aktion ‚Unser Dorf soll schöner werden‘ gewonnen hat, sowie mit Spenden Gundersheimer Bürger vom Alzeyer Bildhauer Volker Schäfer realisiert.

Die Gundersheimer Poststraße umfasst einen kurzen Teil der Thurn und Taxis‘chen Poststrecke des frühen 16. Jahrhunderts zwischen Heppenheim an der Wiese und Flonheim. Die Strecke führte an dem damals ostwärts gelegenen Gundersheim vorbei. ‚Am Steinernen Kreuz‘ bezeichnet den umliegenden Gemarkungsteil. Die Ortsgemeinde errichtete daher hier 2002 ein Flurkreuz auf einem Sockel aus Gundersheimer Kalksteinen.

Die Gemeindewaagen dienten früher insbesondere in der Landwirtschaft zum Wiegen von Landesprodukten oder Vieh. Eine zweite Waage in der Nähe des Bahnhofs kam auch zum Einsatz bei Gütern, die per Bahn angeliefert wurden (z. B. Kohlen oder Düngemittel). Angezeigt wurden Gewichte von 500 Kilo bis zu 15 Tonnen. Die Waage war bis Ende des 20. Jahrhunderts in Betrieb.

Eingemauert in die Fassade des mittlerweile erweiterten Wohnhauses findet sich ein Keilstein mit der Jahreszahl 1618, das Jahr des Beginns des Dreißigjährigen Kriegs und das Errichtungsjahr dieses Hauses. Das in den frühen 60er Jahren umgebaute Krüppelwalmdachhaus ist somit das älteste Haus Gundersheims.

Das heutige Schulgebäude der Grundschule Gundersheim wurde 1843 errichtet und umfasste einen Gemeindesaal und die evangelische Schule mit zwei Schulsälen, außerdem eine Lehrerwohnung. 1922 wurde diese zu einem weiteren Schulsaal umgebaut. Noch heute werden in diesem Gebäude drei und im katholischen Schulhaus die vierte Klasse der Grundschule Gundersheim unterrichtet.

Die Statue an der Weed ist einer konkreten Person nachempfunden, dem Gemeinde- und Polizeidiener, ‘Ausscheller‘ öffentlicher Bekanntmachungen und Gundersheimer Original der 50er und 60er Jahre, Peter Stelzer. Die Idee zu der Skulptur des Mainzer Bildhauers Reinhold Petermann kam vom Gundersheimer Heimatverein, der mit Vereinsmitteln und Spenden aus der Bevölkerung das Standbild realisieren ließ.

Teile der ehemaligen Dorfbefestigungsmauer, hier mit einem Halbschalenturm, durchziehen den Ortskern, der im 30jährigen Krieg erhebliche Bedeutung zukam. Der Glockenturm der katholischen Pfarrkirche ist Teil der Anlage und ursprünglich als Wehrturm angelegt. Sichtbare Reste der Gundersheimer Wehrmauer sind in den Straßen ‚Am Dorfgraben‘, in der ‚Oberen –‘ und der ‚Unteren Grabenstraße‘ zu sehen.

Ruhesteine oder Ruhen, andernorts auch ‚Napoleonsbänke‘ genannt, fanden sich in der Gemarkung, meist auf Wegen, die zu Marktflecken führten. Sie boten die Möglichkeit, auf dem Kopf getragene Körbe mit der Ware auf dem oberen Stein abzustellen und sich selbst auf der unteren Bank zur Rast hinzusetzen. Die hoch abgestellten Körbe konnten dann bei Aufbruch ohne fremde Hilfe wieder aufgenommen werden. Der Ausdruck ‚Napoleonsbänke‘ entstand, als der französische Kaiser viele dieser Ruhen…