


Nördlich und südlich der Basilika, mit Verbindung zum unterirdischen Pilgergang der Stollenkrypta, befinden sich der Lambertusbrunnen und der Aegidiusbrunnen (Gedd´schesbach). Die Erbauungszeit dieser historischen und wasserreichen Waschbrunnen ist unbekannt. Im Morgenbuch ist der “Göttgensbach” schon 1688 erwähnt. Die Quelle des Lambertusbrunnens könnte bereits ein Heiligtum der Römer gewesen sein.

Das Gebäude wurde 1827 gekauft und seit 1828 befinden sich Rathaus, Schule und Bürgersaal in dieser stattlichen Hofanlage aus der Barockzeit. Die rundbogige Tür- und Fensterarkade mit der Steinbank sowie das Kaufmannszeichen im Schlussstein des Türbogens deuten auf einen ehemaligen Kaufladen hin. Das Gebäude steht auf dem Gebiet des ehemaligen königlichen Saalhofes Westhofen.

Teile der ehemaligen Dorfbefestigungsmauer, hier mit einem Halbschalenturm, durchziehen den Ortskern, der im 30jährigen Krieg erhebliche Bedeutung zukam. Der Glockenturm der katholischen Pfarrkirche ist Teil der Anlage und ursprünglich als Wehrturm angelegt. Sichtbare Reste der Gundersheimer Wehrmauer sind in den Straßen ‚Am Dorfgraben‘, in der ‚Oberen –‘ und der ‚Unteren Grabenstraße‘ zu sehen.

Der inmitten des ummauerten Kirchhofs stehende Vorgängerbau war allen Heiligen geweiht. Er musste jedoch 1755 dem heutigen Bau weichen, der sich durch einheitliche Ausstattung der Erbauungszeit auszeichnet.

Als „Brückenheiliger" verehrt, wurde Johannes von Nepomuk 1383 in der Moldau ertränkt, weil er sich weigerte das Beichtgeheimnis der Königin zu ver-raten. Sein Standbild von 1771 wurde gestohlen und 2005 durch eine neue Statue ersetzt.


Erstmals 771 als Martinskirche erwähnt. Die 1731-1734 anstelle des ruinierten Vorgängerbaues errichtete Laurentiuskirche fiel 1896 dem Feuer zum Opfer. 1902 Weihe des Kirchenneubaus.

Das römische Frauengrab liegt am Eingang des Friedhofs im Ortsteil Heßloch. Nach den Grabbeigaben wird der Zeitpunkt der Bestattung im dritten Jahrhundert nach Christus datiert.