


Teile der ehemaligen Dorfbefestigungsmauer, hier mit einem Halbschalenturm, durchziehen den Ortskern, der im 30jährigen Krieg erhebliche Bedeutung zukam. Der Glockenturm der katholischen Pfarrkirche ist Teil der Anlage und ursprünglich als Wehrturm angelegt. Sichtbare Reste der Gundersheimer Wehrmauer sind in den Straßen ‚Am Dorfgraben‘, in der ‚Oberen –‘ und der ‚Unteren Grabenstraße‘ zu sehen.

2003 wurde der Platz in der Ortsmitte neu angelegt. Blickfang des Platzes ist der Brunnen. Das Wasser sprudelt hier aus einem großen gehauenen Sandstein, der unter einer Schatten spendenden Kastanie steht.

1982 entschied der damalige Gemeinderat unter Ortsbürgermeister Schweizer ohne Gegenstimme, das leerstehende, ehemalige Bauernhaus in der Ortsmitte zu erwerben, um Büroräume, Ratssaal, Gemeindearchiv und Raum für die Gemeindearbeiter zu schaffen. Außerdem sind seither einige Gundersheimer Vereine, die keine eigenen Räume hatten, Nutznießer des neuen Anwesens. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde das Gebäude bis 1986 fertiggestellt und ist ein gelungener Beitrag zur Dorfsanierung.

Die Miniaturburg Leckzapfen wurde im Jahre 1891 von dem Bruder des rheinhessischen Komponisten Wendelin Weißheimer, dem in Osthofen ansässigen Guts- und Mühlenbesitzer Gustav Friedrich Weißheimer (1831-1904) auf seinem gleichnamigen Weinberg erbaut. Das vor wenigen Jahren auf Initiative des Kulturnetzwerks Osthofen e.V. aufwendig restaurierte Bauwerk besitzt verblüffende Ähnlichkeit mit dem romantischen Märchenschloss Lichtenstein nahe der Schwäbischen Alb, dessen historisierender Wiederaufbau sich an…

Die 1914 auf dem Liebfrauenberg errichtete Säule erinnert an eine Wallfahrtskapelle, die von den Dalbergern errichtet wurde und deren Existenz auf dem Liebfrauenberg bereits 1326 in einer Urkunde erwähnt wird.

Die noch sichtbaren Umfassungsmauern sind die Reste eines gotischen Saalbaus der bereits 1496 erwähnt wurde. Die Kirche wurde im Verlauf des 17. Jh. aufgegeben und verfiel. Der angrenzende Kirchhof diente als Friedhof. Heute wird der Park auch für verschiedene Kulturveranstaltungen genutzt.

Als „Brückenheiliger" verehrt, wurde Johannes von Nepomuk 1383 in der Moldau ertränkt, weil er sich weigerte das Beichtgeheimnis der Königin zu ver-raten. Sein Standbild von 1771 wurde gestohlen und 2005 durch eine neue Statue ersetzt.

Nördlich und südlich der Basilika, mit Verbindung zum unterirdischen Pilgergang der Stollenkrypta, befinden sich der Lambertusbrunnen und der Aegidiusbrunnen (Gedd´schesbach). Die Erbauungszeit dieser historischen und wasserreichen Waschbrunnen ist unbekannt. Im Morgenbuch ist der “Göttgensbach” schon 1688 erwähnt. Die Quelle des Lambertusbrunnens könnte bereits ein Heiligtum der Römer gewesen sein.