


Die dem Hl. Lambertus von Lüttich (635 - 700) geweihte Basilika aus dem 11. Jh. war ehemals im Besitz der Augustiner Chorherren auf dem Aegidienberg in Lüttich. Besonderheiten der dreischiffigen Basilika sind Chorbühne und Stollenkrypta (Tonnengewölbe) sowie Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Im Mittelalter war sie Wallfahrtskirche. Von 1684 - 1910 wurde die Basilika als Simultankirche benutzt. Sie ist eine der bedeutendsten romanischen Dorfkirchen in Rheinhessen.

Die beiden Loren gehörten zu den Gundersheimer Kalksteinbrüchen. Damit wurden die gewonnenen Steine entlang der hier verlaufenden Strecke zum oberhalb des Bahnhofs gelegenen Kalkwerk transportiert. Das Gundersheimer Kalkwerk wurde von der Südzucker AG betrieben, die den gewonnenen Kalk zur Raffinade von Rübenzucker benötigte. Der Betrieb der Steinbrüche und des Kalkwerks wurde ab 1955 nach und nach eingestellt, die Loren noch eine zeitlang vom örtlichen Bauunternehmen Bambach genutzt und 2026 vom Heimatverein restauriert

Die Pfarrkirche wurde 1808 am Standort einer wegen Baufälligkeit abgetragenen Kirche errichtet. Die Einweihung erfolgte 1810. Der Turm dieser Kirche ist rund 50 Jahre jünger.

In der Ortslage finden sich sieben Dorfbrunnen, die durch ein Rohrleitungssystem von einer einzigen Quelle gespeist werden. Sie waren jahrhundertelang so bedeutend für die Wasserversorgung, dass die Gemeinde einen Brunnenwärter zur Pflege verpflichtete. Heute sind sie in ihrer Vielzahl ein Alleinstellungsmerkmal von Gundersheim und stellen eine Bereicherung des Dorfbilds dar. Sie spenden das ganze Jahr frisches Quellwasser und bereichern das Dorfbild.

Die Ortsgemeinde Westhofen bekam 1334 Marktrechte verliehen. Der Marktplatz steht heute als bauliche Gesamtanlage unter Denkmalschutz und ist in seiner Geschlossenheit einer der schönsten in Rheinhessen. Früher wurden auf dem unteren Teil, dem Gänsemarkt, Wochen- und Jahrmärkte abgehalten. Der obere Bereich diente als Kirchhof und Begräbnisplatz. Die Grundzüge seiner Gestaltung erhielt der Platz 1832. In der angrenzenden Bebauung haben sich Architekturbestandteile vom 16. bis zum frühen 19. Jh. erhalten.…

Die Statue an der Weed ist einer konkreten Person nachempfunden, dem Gemeinde- und Polizeidiener, ‘Ausscheller‘ öffentlicher Bekanntmachungen und Gundersheimer Original der 50er und 60er Jahre, Peter Stelzer. Die Idee zu der Skulptur des Mainzer Bildhauers Reinhold Petermann kam vom Gundersheimer Heimatverein, der mit Vereinsmitteln und Spenden aus der Bevölkerung das Standbild realisieren ließ.

Der inmitten des ummauerten Kirchhofs stehende Vorgängerbau war allen Heiligen geweiht. Er musste jedoch 1755 dem heutigen Bau weichen, der sich durch einheitliche Ausstattung der Erbauungszeit auszeichnet.

Der flach geschlossene, rippengewölbte Chor der St. Johanneskirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. In der Ostwand findet sich ein schlichtes Maßwerkfenster. Das spätgotische Langhaus ist einschiffig, im Ostteil befindet sich ein Kreuzrippengewölbe mit Überstabungen, der Westteil ist flachgedeckt.