


In der Ortslage finden sich sieben Dorfbrunnen, die durch ein Rohrleitungssystem von einer einzigen Quelle gespeist werden. Sie waren jahrhundertelang so bedeutend für die Wasserversorgung, dass die Gemeinde einen Brunnenwärter zur Pflege verpflichtete. Heute sind sie in ihrer Vielzahl ein Alleinstellungsmerkmal von Gundersheim und stellen eine Bereicherung des Dorfbilds dar. Sie spenden das ganze Jahr frisches Quellwasser und bereichern das Dorfbild.

Das römische Frauengrab liegt am Eingang des Friedhofs im Ortsteil Heßloch. Nach den Grabbeigaben wird der Zeitpunkt der Bestattung im dritten Jahrhundert nach Christus datiert.

Der flach geschlossene, rippengewölbte Chor der St. Johanneskirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. In der Ostwand findet sich ein schlichtes Maßwerkfenster. Das spätgotische Langhaus ist einschiffig, im Ostteil befindet sich ein Kreuzrippengewölbe mit Überstabungen, der Westteil ist flachgedeckt.

Weithin sichtbar steht der 38 m hohe Kirchturm der evangelischen Kirche, die nach 17 Monaten Bauzeit 1910 eingeweiht wurde. Die Orgel, das Deckengemälde und die bunten Fenster strahlen eine besondere Schönheit aus. Das Innere der Kirche ist nach dem sog. „Wiesbadener Programm“ ausgestaltet. Dementsprechend bilden Altar, Orgel und Kanzel eine Einheit, indem sie auf einer Blickachse liegen.

Auf dem Fischmarkt steht der schwere Kelterstein (3820 kg), der nach einem Brand im gegenüberstehenden Herrenhaus des Freiherrn von der Leyen-Uexküll gefunden wurde. Das Wiegehäuschen erinnert, dass hier die Traubenfuhrwerke und die „Wutz“ gewogen wurden.

1982 entschied der damalige Gemeinderat unter Ortsbürgermeister Schweizer ohne Gegenstimme, das leerstehende, ehemalige Bauernhaus in der Ortsmitte zu erwerben, um Büroräume, Ratssaal, Gemeindearchiv und Raum für die Gemeindearbeiter zu schaffen. Außerdem sind seither einige Gundersheimer Vereine, die keine eigenen Räume hatten, Nutznießer des neuen Anwesens. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde das Gebäude bis 1986 fertiggestellt und ist ein gelungener Beitrag zur Dorfsanierung.

Von den beiden Kirchen im Ort fiel die neuere den Reformierten zu. Das schlicht gehaltene Kirchengebäude wird von einem schön angelegten Garten umschlossen.

Teile der ehemaligen Dorfbefestigungsmauer, hier mit einem Halbschalenturm, durchziehen den Ortskern, der im 30jährigen Krieg erhebliche Bedeutung zukam. Der Glockenturm der katholischen Pfarrkirche ist Teil der Anlage und ursprünglich als Wehrturm angelegt. Sichtbare Reste der Gundersheimer Wehrmauer sind in den Straßen ‚Am Dorfgraben‘, in der ‚Oberen –‘ und der ‚Unteren Grabenstraße‘ zu sehen.