


2003 wurde der Platz in der Ortsmitte neu angelegt. Blickfang des Platzes ist der Brunnen. Das Wasser sprudelt hier aus einem großen gehauenen Sandstein, der unter einer Schatten spendenden Kastanie steht.

Nördlich und südlich der Basilika, mit Verbindung zum unterirdischen Pilgergang der Stollenkrypta, befinden sich der Lambertusbrunnen und der Aegidiusbrunnen (Gedd´schesbach). Die Erbauungszeit dieser historischen und wasserreichen Waschbrunnen ist unbekannt. Im Morgenbuch ist der “Göttgensbach” schon 1688 erwähnt. Die Quelle des Lambertusbrunnens könnte bereits ein Heiligtum der Römer gewesen sein.

Von den beiden Kirchen im Ort fiel die neuere den Reformierten zu. Das schlicht gehaltene Kirchengebäude wird von einem schön angelegten Garten umschlossen.

Das Gebäude wurde 1827 gekauft und seit 1828 befinden sich Rathaus, Schule und Bürgersaal in dieser stattlichen Hofanlage aus der Barockzeit. Die rundbogige Tür- und Fensterarkade mit der Steinbank sowie das Kaufmannszeichen im Schlussstein des Türbogens deuten auf einen ehemaligen Kaufladen hin. Das Gebäude steht auf dem Gebiet des ehemaligen königlichen Saalhofes Westhofen.

Im Dorfkern wurde in einer gemütlichen Ecke ein Platz zum Verweilen eingerichtet, den ein modern gestalteter Brunnen sowie eine alte Kelter ziert.

Die Ortsgemeinde Westhofen bekam 1334 Marktrechte verliehen. Der Marktplatz steht heute als bauliche Gesamtanlage unter Denkmalschutz und ist in seiner Geschlossenheit einer der schönsten in Rheinhessen. Früher wurden auf dem unteren Teil, dem Gänsemarkt, Wochen- und Jahrmärkte abgehalten. Der obere Bereich diente als Kirchhof und Begräbnisplatz. Die Grundzüge seiner Gestaltung erhielt der Platz 1832. In der angrenzenden Bebauung haben sich Architekturbestandteile vom 16. bis zum frühen 19. Jh. erhalten.…

Der inmitten des ummauerten Kirchhofs stehende Vorgängerbau war allen Heiligen geweiht. Er musste jedoch 1755 dem heutigen Bau weichen, der sich durch einheitliche Ausstattung der Erbauungszeit auszeichnet.

Die 1914 auf dem Liebfrauenberg errichtete Säule erinnert an eine Wallfahrtskapelle, die von den Dalbergern errichtet wurde und deren Existenz auf dem Liebfrauenberg bereits 1326 in einer Urkunde erwähnt wird.